Messe des hl. Martin

Meister der Forchheimer Passion

um 1490

Deutschland; Forchheim; Martinskirche

Objekt

Bildrechte
Detailtitel:Messe des hl. Martin (Teil von: Szenen der Martinsvita)
Alternativtitel Deutsch:Martinsmesse
Titel in Originalsprache:Messe des hl. Martin
Titel in Englisch:The Mass of St. Martin
Datierung: um 1490
Ursprungsregion:deutschsprachiger Raum
Lokalisierung:Deutschland; Forchheim; Martinskirche
Lokalisierung (Detail):Die Tafeln sind mittlerweile an Pfeilern angebracht, sodass die Rückseiten mit der Darstellung der Martinsmesse nicht mehr sichtbar sind.
Medium:Altarbild
Material:Öl
Bildträger:Holz
Maße: Höhe: 120 cm; Breite: 90 cm
Ikonografische Bezeichnung:Martin von Tour
Iconclass:11H(MARTIN)51 – the mass of St. Martin
Signatur Wortlaut:ohne
Datierung Wortlaut:ohne
Provenienz:in situ; die Darstellungen befinden sich nach wie vor in der Martinskirche, allerdings wurde die einzelnen Tafeln an den Pfeilern angebracht, sodass nur die Passion für die KirchenbesucherInnen sichtbar ist, während die Martinsvita rückseitig verborgen bleibt.
Zugänglichkeit zum Entstehungszeitpunkt:öffentlich

Der Altar wurde auseinandergebaut und die Flügel sind mittlerweile einzeln an den Pfeilern der Kirche befestigt, entsprechend sind die Martinsdarstellungen nicht mehr sichtbar.1

Verweise

  1. Suckale 2009, 39.↩︎

Bildnis 1

Bildrechte
Lokalisierung im Objekt:herausblickender Kopf ganz rechts in der hinteren Figurengruppe
Ausführung Körper:Kopfbild
Ausführung Kopf:Dreiviertelporträt
Ikonografischer Kontext:Figur am Rand
Blick/Mimik:direkter Blick aus dem Bild
Interaktion/Raum-, Bildraumbeziehung/ Alleinstellungsmerkmal:Figur blickt als einzige aus dem Blick, der Kopf ist vom Bildrand angeschnitten
Zugeordnete Bildprotagonisten:Der herausblickende Kopf ist von drei weiteren Köpfen gerahmt, wobei es sich bei zweien davon ebenfalls um an der Messe nicht direkt beteiligte Männer handeln dürfte. Von deren Gesichtern sind allerdings nur Augen und Stirn sichtbar und sie blicken zum Messgeschehen, nehmen im Gegensatz zum vorgeschlagenen Selbstporträt also keinerlei Kontakt zum BetrachterInnenraum auf.

Forschungsergebnis: Meister der Forchheimer Passion

Künstler des Bildnisses:Meister der Forchheimer Passion
Status:Einzelmeinung
Typ Autor/in Jahr Referenz Seite Anmerkungen
Erstzuschreibung Suckale 2009 Suckale 2009 – Die Erneuerung der Malkunst 341 -

Suckale (2009) schreibt: „Der Maler hat sich auf dem Bild der ‚Messe des hl. Martin' selbst in assistenza porträtiert.1 Eine genauere Lokalisierung gibt er nicht an, es kann jedoch nur die aus dem Bild blickende Figur ganz am rechten Bildrand gemeint sein.

Verweise

  1. Suckale 2009, 341.↩︎

Mehr als ein Statement

Lediglich Suckale erwähnt sehr kurz aber bestimmt, dass sich der Maler in der Martinsmesse selbst dargestellt habe. Er definiert jedoch weder die fragliche Person noch gibt er eine Begründung für seine Einschätzung an. Gemeint sein müsste aber der einzig direkt herausblickende Kopf am rechten Bildrand, der von drei weiteren Köpfen gerahmt ist. Abgesehen von der Position am Bildrand und dem direkten Blick weist jedoch kein typisches Merkmal auf ein Selbstporträt hin. Ein Selbstbildnis wäre daher möglich, kann in Ermangelung von Vergleichsbeispielen jedoch auch nicht verifiziert werden.

Literatur

Suckale, Robert: Die Erneuerung der Malkunst vor Dürer. Band 1, Petersberg u. a. 2009.
Suckale, Robert: Die Erneuerung der Malkunst vor Dürer. Band 2, Petersberg u. a. 2009.

Zitiervorschlag: