Anbetung der Könige (Antwerpen)
Meister von Frankfurt
Belgien; Antwerpen; Koninklijk Museum voor Schone Kunsten
Inhaltsverzeichnis
Objekt
Bildrechte
| Detailtitel: | Anbetung der Könige (Mitteltafel von: Triptychon der Epiphanie) |
| Titel in Originalsprache: | Aanbidding van de Koningen |
| Titel in Englisch: | Adoration of the Kings |
| Datierung: | um 1510 bis 1515 |
| Anmerkungen zur Datierung: | Alternativdatierung 1500 |
| Ursprungsregion: | altniederländischer Raum |
| Lokalisierung: | Belgien; Antwerpen; Koninklijk Museum voor Schone Kunsten |
| Lokalisierung (Detail): | Inventarnummer: 168–170 |
| Medium: | Tafelbild; Triptychon |
| Material: | Öl |
| Bildträger: | Holz |
| Maße: | Höhe: 160 cm; Breite: 214 cm |
| Maße Anmerkungen: | Flügelaltar geöffnet 161 x 416 cm |
| Ikonografische Bezeichnung: | Geburt Christi; Drei Könige (Anbetung und Zyklus der Magier) |
| Iconclass: | 73B57 – adoration of the kings: the Wise Men present their gifts to the Christ-child (gold, frankincense and myrrh) |
| Signatur Wortlaut: | ohne |
| Datierung Wortlaut: | ohne |
| Provenienz: | aus dem Nachlass von Florent van Ertborn; verkauft vor 1832 von Pieter Frans oder Nicolie De Noter; seit 1841 im Sammlungsbestand des Königlichen Museums für Schöne Künste Antwerpen |
| Zugänglichkeit zum Entstehungszeitpunkt: | unbekannt |
Bildnis 1
Bildrechte
| Lokalisierung im Objekt: | Figur mit schwarzer Kappe und gefalteten Händen im Mittelgrund der Tafel; hinter einer die sakrale Vordergrundhandlung abgrenzenden Mauer; links hinter dem knieenden König |
| Ausführung Körper: | Halbfigur |
| Ausführung Kopf: | Dreiviertelporträt |
| Ikonografischer Kontext: | Assistenzfigur in der Anbetung der Könige; Hirte |
| Blick/Mimik: | Blick nach rechts |
| Gesten: | betende Handhaltung |
| Körperhaltung: | aufrecht |
Forschungsergebnis: Meister von Frankfurt
| Künstler des Bildnisses: | Meister von Frankfurt |
| Status Anmerkungen: | Es handelt sich um eines von vielen Beispielen, die als Kopien nach Hugo van der Goes’ Monforte-Altar in die Datenbank aufgenommen werden, weshalb eine genaue Analyse des Bildes nicht vorgenommen wird. Wegen der fragmentarischen Anlage des Katalogbeitrags wurde der Forschungsstand nicht im Detail erhoben. |
| Typ | Autor/in | Jahr | Referenz | Seite | Anmerkungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Bejahend | Sander | 1999 | Sander 1999 – An Hugos Statt | 242f | - |
In „An Hugos Statt“ überprüft Sander „[d]as Künstlerselbstbildnis in den Kopien und Varianten nach dem Monforte-Altar des Hugo van der Goes als Ausdruck künstlerischen Selbstbewußtseins.“ Sander bespricht eine Vielzahl an Bildbeispielen, deren Autoren das bei van der Goes festgestellte Selbstbildnis tradieren. Für das hier vorliegende Gemälde belegt er das Porträt des Meisters über den Vergleich mit einem gesicherten Selbstbildnis des Malers mit seiner Frau.1 Wie beim Vorbild ist die Porträtfigur hinter einer Absperrung kompositorisch von der Haupthandlung getrennt verortet.2 Eine weitere gleichlautend gestaltete Kopie fraglicher Zuschreibung befindet sich in Wien.
Verweise
Zum Selbstbildnis mit Gattin vgl. Einleitungstext zum Meister von Frankfurt.↩︎
Sander 1999, bes. 242f.↩︎
Der Meister von Frankfurt in der Nachfolge von Hugo van der Goes II
Es handelt sich um eines von vielen Beispielen, die als Kopien nach Hugo van der Goes’ Monforte-Altar in die Datenbank aufgenommen werden. „Durch Einfügung ihres eigenen Selbstbildnisses an der Stelle, wo sie Hugos eigenes Bildnis vermuteten, dokumentieren sie selbstbewußt ihre künstlerische Position auch gegenüber dem großen Vorbild“,1 weist Sander nach. Eine genaue Bildanalyse wird folglich nicht vorgenommen – System, Mechanismen, Zielsetzung und Funktionen des vorgeschlagenen Selbstbildnisses entsprechen in weiten Teilen den bei van der Goes angeführten und sind um den Aspekt der „Künstler-Nachfolge“2 erweitert.
Literatur
Zitiervorschlag:
Krabichler, Elisabeth: Anbetung der Könige (Katalogeintrag), in: Metapictor, http://explore-research.uibk.ac.at/arts/metapictor/katalogeintrag/meister-von-frankfurt-anbetung-der-konige-antwerpen-um-1510-bis-1515-antwerpen-koninklijk-museum-voor-schone-kunsten/ (06.02.2026).