Anbetung der Könige (Wien)

Meister von Frankfurt

vor 1500

Österreich; Wien; Kunsthistorisches Museum

Objekt

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Bildrechte
Detailtitel:Anbetung der Könige (Mitteltafel von: Triptychon der Epiphanie)
Titel in Originalsprache:Aanbidding van de Koningen
Titel in Englisch:Adoration of the Kings
Datierung: vor 1500
Anmerkungen zur Datierung:fragliche Datierung
Ursprungsregion:altniederländischer Raum
Lokalisierung:Österreich; Wien; Kunsthistorisches Museum
Lokalisierung (Detail):Gemäldesammlung; Inventarnummer: 5656
Medium:Tafelbild; Triptychon
Material:Öl
Bildträger:Holz (Eiche)
Maße: Höhe: 99 cm; Breite: 55 cm
Maße Anmerkungen:Flügelaltar geöffnet 99 x 101 cm (Mittelbild 99 x 55 cm; Seitenflügel je 99 x 23 cm)
Ikonografische Bezeichnung:Geburt Christi; Drei Könige (Anbetung und Zyklus der Magier)
Iconclass:73B57 – adoration of the kings: the Wise Men present their gifts to the Christ-child (gold, frankincense and myrrh)
Signatur Wortlaut:ohne
Datierung Wortlaut:ohne
Inschriften:

RMS (oder RMH ?); links am Bein des knienden Pagen

Provenienz:seit 1819 in der Ambraser Sammlung, Kunsthistorisches Museum Wien
Zugänglichkeit zum Entstehungszeitpunkt:unbekannt

Zur Inschrift und zur Provenienz.1

Verweise

  1. Goddard 1984, 151.↩︎

Bildnis 1

Bildrechte
Lokalisierung im Objekt:betende Figur hinter der Mauer im Mittelgrund links
Ausführung Körper:Halbfigur
Ausführung Kopf:Dreiviertelporträt
Ikonografischer Kontext:Assistenzfigur in der Anbetung der Könige; Hirte
Blick/Mimik:Blick nach rechts
Gesten:betende Handhaltung
Körperhaltung:aufrecht

Forschungsergebnis: Meister von Frankfurt

Künstler des Bildnisses:Meister von Frankfurt
Status Anmerkungen:Das Gemälde ist eines von vielen Beispielen, die entsprechend Jochen Sanders Ausführungen (s. u.) als Kopien nach Hugo van der Goes’ Monforte-Altar in die Datenbank aufgenommen werden, weshalb eine genaue Analyse des Bildes nicht vorgenommen wird. Zudem ist das Werk nicht eindeutig dem Meister von Frankfurt zuweisbar. Beim Bildnis, das nach Sander im direkten Vergleich mit dem Selbstbildnis des Meisters von Frankfurt mit Gattin wohl dieselbe Person zeige, muss es sich demnach nicht zwangsläufig um ein Selbstporträt handeln (zum Eheporträt vgl. den Einleitungstext zum Meister von Frankfurt). Der Katalogbeitrag ist folglich fragmentarisch angelegt und der Forschungsstand ist nicht im Detail erhoben.
Typ Autor/in Jahr Referenz Seite Anmerkungen
Bejahend Sander 1999 Sander 1999 – An Hugos Statt 242f -

In „An Hugos Statt“ überprüft Sander „[d]as Künstlerselbstbildnis in den Kopien und Varianten nach dem Monforte-Altar des Hugo van der Goes als Ausdruck künstlerischen Selbstbewußtseins.“ Sander analysiert eine Vielzahl an Bildbeispielen, deren Autoren das bei van der Goes festgestellte Selbstbildnis tradieren. Das hier vorliegende Gemälde dürfte vom Meister von Frankfurt bzw. aus dessen Umkreis stammen. Im Vergleich mit einer Anbetung der Könige des Meisters in Antwerpen, in der Sander ein Selbstbildnis belegt, impliziert der Autor, dass es sich auch hier um ein Selbstbildnis handeln dürfte. Sowohl in Wien als auch in Antwerpen findet sich eine durch eine Mauer vom Geschehen getrennte Porträtfigur in zeitgenössischer Aufmachung.1

Verweise

  1. Sander 1999, bes. 242f.↩︎

Meister von Frankfurt in der Nachfolge von Hugo van der Goes I

Es handelt sich um eines von vielen Beispielen, die als Kopien nach Hugo van der Goes’ Monforte-Altar in die Datenbank aufgenommen werden. „Durch Einfügung ihres eigenen Selbstbildnisses an der Stelle, wo sie Hugos eigenes Bildnis vermuteten, dokumentieren sie selbstbewußt ihre künstlerische Position auch gegenüber dem großen Vorbild“,1 weist Sander nach. Eine genaue Bildanalyse wird folglich nicht vorgenommen, System, Mechanismen, Zielsetzung und Funktionen des vorgeschlagenen Selbstbildnisses entsprechen in weiten Teilen den bei van der Goes angeführten und sind um den Aspekt der „Künstler-Nachfolge“2 erweitert.

Verweise

  1. Sander 1999, 250.↩︎

  2. Ebd.↩︎

Literatur

Goddard, Stephen H.: The Master of Frankfurt and His Shop (Verhandelingen van de Koninklijke Academie voor Wetenschappen, Letteren en Schone Kunsten van België, Klasse der Schone Kunsten, 38), Brüssel 1984.
Sander, Jochen: An Hugos Statt – Das Künstlerselbstbildnis in den Kopien und Varianten nach dem Monforte-Altar des Hugo van der Goes als Ausdruck künstlerischen Selbstbewußtseins, in: Kruse, Christiane/Thürlemann, Felix (Hg.): Porträt – Landschaft – Interieur. Jan van Eycks Rolin-Madonna im ästhetischen Kontext (Literatur und Anthropologie, 4; Tagungsband, Konstanz, 1998), Tübingen 1999, 237–254.

Zitiervorschlag: