Meister des Angst-Altars

Bildrechte
Schaffenszeit:ca. 15. Jahrhundert
Lexika: GND
Anmerkungen:Die Lebensdaten des Meisters, der ca. 1490 in Nürnberg wirkte, sind nicht bekannt. Im AKL ist der Maler nicht gelistet.

Suckale listet summarisch mögliche Selbstdarstellungen in Geißelungsszenen auf. Diese Ikonografie erscheint dem Autor wegen des inhärenten Potenzials, Schuldbekenntnisse zu formulieren, prädestiniert für Selbstbildnisse. Unter den thematisierten Fallbeispielen befindet sich auch eines des Meisters des Angst-Altars,1 das wie ein weiteres des Meisters der Jahreszahlen2 vorerst nicht behandelt wird.

Verweise

  1. Meister des Angst-Altars, Geißelung Christi/Todesangst-Christi-Retabel, um 1490, Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum. Mögliches Selbstporträt im Detail abgebildet in Suckale 2009, 406 (Abb. 694). Auf Suckales These wird u. a. von Fücker/Hirschfelder 2019, 658, 658 (Anm. 11) hingewiesen, die den Mann ihrerseits allerdings wertneutral besprechen.↩︎

  2. Meister der Jahreszahlen, Geißelung und Dornenkrönung (Retabel von Striegau), 1486, Warschau, Muzeum Narodowe. Abbildung in Suckale 2009, 407 (Abb. 697).↩︎

Literatur

Suckale, Robert: Die Erneuerung der Malkunst vor Dürer. Band 1, Petersberg u. a. 2009.

Zitiervorschlag:

Krabichler, Elisabeth: Meister des Angst-Altars (Künstler), in: Metapictor, http://explore-research.uibk.ac.at/arts/metapictor/kuenstler/meister-des-angst-altars/ (06.02.2026).